Gnadenlose Ausbeutung verbunden mit einem mutigen Kampf dagegen ... Empfehlung!
- Isabel (engineerwife)

- vor 7 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Mit dem neuesten Roman aus der Feder der Autorin Beate Sauer, die mir bereits durch ihre Fernsehschwestern-Trilogie bestens bekannt ist, darf ich mich diesmal auf eine etwas längere Zeitreise begeben. Beim Aufschlagen des Buchs finde ich mich im späten 19. Jahrhundert wieder, und bin ganz überwältigt von dem Lärm und dem Gestank der Großstadt Berlin. Die Millionenstadt ist gerade im vorletzten Jahrhundert so sprunghaft angewachsen, dass die große Wohnungsnot eigentlich niemanden mehr überraschen kann. Auch die Protagonistin Elise, eine junge ehrgeizige Schneiderin, und ihre Familie sind davon betroffen, bekamen sie doch bereits am eigenen Leib zu spüren, was es heißt, einem skrupellosen Miethai zum Opfer zu fallen. Doch Elise kämpft für sich und ihre Familie, auch wenn sie in der Baronin Rienäcker eine gnadenlose Gegnerin hat, die sich zunächst als Gönnerin tarnt. Als sie schließlich den jungen Architekten Johann kennen und lieben lernt, wird auch ihre eigene Motivation entfacht, sich in der Immobilienbranche für mehr Gerechtigkeit einzusetzen. Noch ahnt sie nicht, wie mächtig ihre Gegner wirklich sind …
Beate Sauer schafft es mit ihrem Roman „Das Haus in Charlottenburg“ auch in mir den Gerechtigkeitssinn zu wecken. Gespannt hänge ich beim Lesen an den Lippen der guten und der bösen Charaktere und lassen mich entführen in eine vergangene Zeit. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir noch ein wenig mehr Informationen zum genossenschaftlichen Bauen gewünscht, dennoch möchte ich für diese spannende Story, die mich das Buch in Rekordzeit verschlingen ließ, mit fünf funkelnden Sternen die Bestnote vergeben. Es hat mir viel Spaß gemacht, in die Berliner Geschichte eintauchen zu dürfen und mit Elise und Johann durch die Berliner Gassen zu wandeln. Von mir gibt es eine dicke Empfehlung für das Buch, dem ich viele neugierige und interessierte Leser wünsche.











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