Die Luft steht, die Schüsse fallen im brütend heißen Chicago im Sommer 1928 ...
- Isabel (engineerwife)

- vor 13 Stunden
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Auch dieser zweite Band der „City-Blues-Reihe“ kann seine Leserschaft problemlos abholen, indem es sie gleich zu Beginn in den brütend heißen Sommer in Chicago des Jahres 1928 hineinkatapultiert. Schnell fallen große Namen wie Al Capone und Lois Armstrong und man spürt förmlich die knisternde Angespanntheit, die in der Luft zu hängen scheint. Im Mittelpunkt dieses außergewöhnlichen Romans stehen drei Handlungsstränge, die der Autor Ray Celestin geschickt miteinander verwebt. Für unsere beiden Protagonisten Ida Davis und Michael Talbot beginnt das Ganze mit dem Besuch der Mutter einer reichen Fabrikerbin, die verschwunden zu sein scheint. Handelt es sich um eine anfangs ungeplante Entführung? Doch kaum haben sie Zeit sich ihrem neuen Fall zu widmen, geschieht eine Reihe von rätselhaften Giftmorden, die wohl der „High Society“ der Gangsterwelt einen empfindlichen Stoß versetzen sollte. Wie fügt sich der legendäre Al Capone in diese Machenschaften ein? Mal wieder beginnt ein rasender Wettlauf mit der Zeit, die entlang des Weges mehr als ein Todesopfer fordert. Auch Ida und Michael kommen nicht ungestreift davon …
Der Autor schafft es die Stimmung der wilden 20er Jahre in Chicago perfekt einzufangen. Geschickt verwebt er historische Fakten mit fiktionalen Elementen und kreiert so authentisch wirkende Ermittlungen mit gut gezeichneten Charakteren. Jeder Band dieses Vierteilers spielt in einer anderen Stadt und so freue ich mich schon heute darauf, mit bekannten Gesichtern die Reise von New Orleans über Chicago nach New York antreten zu dürfen. Von mir gibt es fünf rauchende Colts, äh, ich meine, fünf wohlverdiente Sterne und eine absolute Leseempfehlung für Liebhaber rasanter historischer Kriminalromane.











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