• Isabel (engineerwife)

In Wilna und dem Rest der Welt ... der Naziterror kannte keine Grenzen ...

Vor einigen Tagen beendete ich den aufwühlenden Roman „Zorn der Lämmer“ von Daniel Wehnhardt um hier nun an einem tatsächlichen Ort des Geschehens zu sitzen und meine Rezension zu dem Gelesenen zu schreiben. Ich befinde mich auf Besuch auf der Kanalinsel Guernsey, deren Bewohner in den Jahre 1940 bis 1945 unter deutscher Okkupation zu leiden hatten.

Im Buch lernen wir Abba, Vitka, Ruzka und Leipke kennen, die ihre Tage in einem Ghetto für jüdische Bewohner fristen. Die Vier sinnen auf Rache für den Hunger, die Entbehrungen und die Gewalt, die ihnen von den deutschen Soldaten willkürlich und unberechenbar angetan wird. Ihr Sinnen legt sich auch nicht, als die Nazis schließlich bezwungen werden und Frieden einzukehren scheint …

Der Autor nimmt in seinem Buch kein Blatt vor den Mund. Er schildert die Vorkommnisse realistisch ohne die Brutalität auf beiden Seiten zu beschönigen. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass er sich mit dem Schreiben von „Zorn der Lämmer“ einen Herzenswunsch erfüllt hat um gegen das Vergessen und vor allem gegen eine mögliche Wiederholung der Geschichte einzutreten. Mich hat er auf jeden Fall zu einer eigenen Recherche zu diesem Thema inspiriert.

Voller Bewunderung habe ich über diese tapferen Widerstandskämpfer gelesen, die sich weigerten sich zu ergeben. Ich glaube, diesen Mut hätte ich nicht aufgebracht. Ich vergebe für diesen aufrüttelnden Roman, der in großen Teilen auf wahren Tatsachen beruht, gerne satte vier von fünf Sternen und spreche eine Empfehlung für alle geschichtsinteressierten Leser und Leserinnen aus. Meinen Horizont hat das Buch definitiv erweitert!


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