So, so ... "vorübergehend" ...
- Isabel (engineerwife)

- vor 4 Stunden
- 1 Min. Lesezeit
Manchmal trifft es einen gleich doppelt hart, davon kann Maria ein Lied singen. Neben ihrer Arbeit hat sie auch ihre Wohnung in München verloren. Da ist guter Rat teuer und so zögert sie nicht lange, schnappt sich Tochter Linnea und kehrt zurück in das Dorf ihrer Kindheit, obwohl sie sich damals geschworen hatte, nie wieder einen Fuß an diesen Ort zu setzen. Trotz anfänglich lautstarker Proteste, beginnt gerade Marias Tochter sich schnell wohlzufühlen. Maria selbst versucht sich dagegen immer noch einzureden, dass der Umzug wirklich nur eine vorübergehende Angelegenheit sei und man jederzeit wegkönne. Schließlich fügt jedoch auch sie sich ihrem Schicksal und beginnt langsam, ganz langsam ihre Vergangenheit aufzuarbeiten …
Beim Hören dieses „Wohlfühlromans“ fragte ich mich oft, wer hier von den beiden Zugezogenen die reifere ist. Je tiefer ich jedoch in die Geschichte eintauchte, umso bewusster wurde mir Tragweite der Vorfälle in Marias Vergangenheit und warum die Mutter sich mit der Bewältigung so schwertut. Bei den vielen ernsten Themen musste ich schnell feststellen, dass der Wohlfühlfaktor in diesem Roman eher eine Nebenrolle spielt. Während sich das Buch flüssig hören ließ, fehlte es mir an vielen Stellen ein wenig an Tiefgang, der mit einher hätte gehen müssen. Deshalb gibt es von mir diesmal leider auch nur drei von fünf Sternen. Gefallen hat mir jedoch, dass in dieser Geschichte aufgezeigt wird, dass man unter Frauen füreinander da sein und sich nicht vom vermeintlich starken Geschlecht unterkriegen lassen sollte.











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