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Atombombe, Spionage – aber zu viel Herzklopfen ...

Autorenbild: Isabel (engineerwife)
Isabel (engineerwife)
vor 21 Stunden
2 Min. Lesezeit

Chicago, 1950: In „Die Unteilbarkeit der Liebe“ von Jennie Fields treffen Spionage, die Entwicklung der Atombombe und eine komplizierte Dreiecksbeziehung aufeinander. 

Rosalind Porter, eine talentierte Physikerin, war am Manhattan-Projekt beteiligt. Inzwischen arbeitet sie in einem Schmuckgeschäft, statt ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit nachzugehen. Als ihre frühere große Liebe Thomas Weaver wieder in ihr Leben tritt, wird es kompliziert. Das FBI verdächtigt ihn, geheime Informationen über die Atombombe an Russland weiterzugeben. FBI-Agent Charlie Szydlo bittet Rosalind deshalb, Informationen über ihren ehemaligen Geliebten zu beschaffen. Doch während sie zwischen ihrer Vergangenheit und der Gegenwart hin- und hergerissen ist, entwickelt sie auch Gefühle für Charlie, der selbst mit den traumatischen Erlebnissen seiner Kriegsgefangenschaft zu kämpfen hat. 

Das Thema klang für mich unglaublich spannend: Spionage, Russland, die USA und die Atombombe! Ich hatte auf einen packenden Roman voller Intrigen und Nervenkitzel gehofft. Leider rückt dieser interessante Handlungsstrang für meinen Geschmack viel zu sehr in den Hintergrund. Stattdessen dreht sich vieles um Rosalind und die Frage, für welchen Mann ihr Herz denn nun schlägt. Weaver oder Charlie? Wer ist seelisch stärker angeschlagen, wer weckt die intensiveren Gefühle und bei wessen Berührungen erschaudert Rosalind besonders heftig? Irgendwann war mir das einfach ein bisschen zu viel des Guten. Dabei hätte die Geschichte rund um die Spionage so viel Potenzial geboten! Auch die damalige Situation von Frauen in der Wissenschaft und Rosalinds Gewissenskonflikt angesichts ihrer Beteiligung am Bau der Atombombe hätten für mich gerne mehr Raum einnehmen dürfen. Das Ende sorgt zwar für einen versöhnlichen Abschluss, konnte meinen Gesamteindruck aber nicht mehr entscheidend verbessern. 


Insgesamt eine spannende Grundidee, die leider zu oft hinter den Liebesverwicklungen zurückstehen muss. Wer eine große, gefühlvolle Liebesgeschichte mag, dürfte hier eher auf seine Kosten kommen als ich. Ich hatte mir deutlich mehr Spionage und weniger Herzklopfen erhofft und vergebe deshalb diesmal leider nur drei Sterne. 

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