Ein Buch wie eine Bergwanderung ...
- Isabel (engineerwife)

- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit
Paolo Cognettis Roman „Acht Berge“ erzählt die Geschichte von Pietro und Bruno, zwei Jungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch durch eine tiefe Freundschaft verbunden sind. Pietro wächst in Mailand auf und verbringt seine Sommer mit seinen Eltern in einem kleinen Bergdorf in den italienischen Alpen. Dort lernt er den gleichaltrigen Bruno kennen, der in den Bergen zu Hause ist und ein völlig anderes Leben führt. Während Pietro die Welt erkunden möchte, bleibt Bruno eng mit seiner Heimat und der Natur verbunden. Pietros Vater hat einen Narren gefressen an dem Bergjungen und so wird Bruno bald Teil von Pietros Familie, so dass sich die Wege der beiden Freunde über viele Jahre hinweg immer wieder kreuzen. Die Berge werden dabei nicht nur zum Schauplatz ihrer gemeinsamen Erlebnisse, sondern auch zu einem Symbol für ihre Suche nach Identität, Freiheit und dem richtigen Platz im Leben. Besonders die Beziehung zwischen Pietro und seinem Vater, der eine starke Verbindung zu den Bergen hatte, spielt eine wichtige Rolle und prägt Pietros Entwicklung.
Ich gestehe, ich brauchte ein wenig Anlauf, um mich in der Geschichte zurecht zu finden, doch einmal eingetaucht entwickelt sie direkt eine Art Sogwirkung. „Acht Berge“ ist ein leiser, tiefgründiger Roman, der nicht nur aber doch sehr viel von den wunderschönen Beschreibungen der Bergwelt lebt. Man möchte direkt aufbrechen auf eine Reise in die italienischen Alpen und selbst die hohen Gipfel erstürmen. Besonders berührt hat mich aber auch die Beziehung zwischen den beiden Männern, die trotz vieler Jahre, Entfernungen und Veränderungen bestehen bleibt.
Für mich ist „Acht Berge“ ein nachdenkliches und berührendes Buch über Freundschaft, Familie und die Wege, die wir im Leben einschlagen. Dafür gibt es eine mit vier Sterne verbundene Leseempfehlung!











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