Eine Reise, die nicht ganz überzeugt ...
- Isabel (engineerwife)

- 11. Juli
- 1 Min. Lesezeit
Nachdem ich vor einiger Zeit das Buch „Tausend Meilen weites Land“ des Autors Meinrad Braun gelesen hatte und einfach nur begeistert war, freute ich mich natürlich sehr auf seine neuestes Werk „Tokyo Lily: Auf der Jagd nach Hirohitos Gold“. Das Buch verspricht Spionage, Kriminalgeschichte und historische Elemente zu einer unterhaltsamen Geschichte mit einem interessanten Schauplatz im Tokio der Nachkriegszeit verbinden. Die junge Mirabell Molnar reist – ein wenig blauäugig – nach Japan und wird schnell in ein rasendes, aber sehr gefährliches Abenteuer rund um die Suche nach dem vermeintlichen Gold verwickelt und bringt somit sich und ihre Gruppe in Lebensgefahr.
Die Atmosphäre ist gelungen und die Handlung bietet einige spannende Momente. Insgesamt bleibt der Roman jedoch zu kurz, um seine Figuren und Themen wirklich in die Tiefe zu entwickeln. Dadurch wirken die Charaktere oft etwas distanziert und es fällt schwer, eine stärkere emotionale Bindung zu ihnen aufzubauen. Auch manche Handlungsstränge hätten von mehr Raum profitiert. Hier wären mehr Seiten definitiv ein Plus gewesen. Ich hätte gerne auch mehr über die politischen Ent- und Verwicklungen im Japan der 50er Nachkriegsjahre erfahren. Von mir gibt es deshalb diesmal leider nur drei der zu vergebenden fünf Sterne, aber ich werde den Autor im Auge behalten, denn wenn er eins kann, dann ist es Schreiben!











Kommentare