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KKK - die Ideologie einer Überlegenheit der weißen Rasse ...

  • Autorenbild: Isabel (engineerwife)
    Isabel (engineerwife)
  • 12. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Nachdem ich kürzlich meinen Sohn in Amerika besucht hatte und somit Florida ein wenig kennenlernen durfte, war der Griff zu diesem Buch fast schon eine Selbstverständlichkeit, wenn nicht gar ein Muss. Während ich den „Sunshine State“ natürlich in der Gegenwart und in friedlichen Zeiten erleben durfte, fand ich die Reise in die Vergangenheit durch die Augen der leider viel zu früh verstorbenen Autorin Vanessa Lafaye umso spannender.

Der Roman „Das Haus des Kolibris“ ist in zwei Zeitebenen unterteilt, von denen eine im Jahr 1919 und die zweite in den frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts spielt. Zunächst schreiben wir das Jahr 1919. Die junge Alicia Cortez fällt bei ihrer Familie in Ungnade und ist gezwungen ihre geliebte Heimat Kuba zu verlassen, um in Florida gezwungenermaßen ein neues Leben zu beginnen. Dort findet sie Anstellung im „Tea Salon“ ihrer Cousine. Als diese überraschend stirbt, findet Alicia sich als Besitzerin des Etablissements wieder, das sich bei genauem Hinsehen als Freudenhaus entpuppt hatte. Mit viel Kraft und Spucke stellt sie sich der ungewöhnlichen Herausforderung, bringt den Laden in Schwung und auf Vordermann. Stets an ihrer Seite findet man den Kriegsveteranen John, dem die benachbarte Bar gehört. Nach anfänglichem Zögern verlieben sich die Beiden ineinander und sind bald ein unzertrennliches Paar. Doch sie haben die Rechnung ohne den Wirt, beziehungsweise ohne den KKK gemacht, der gerade im Begriff ist in den Florida Keys Fuß zu fassen. Schnell beginnen Alica und John aufgrund ihrer gemischtrassigen Beziehung den Hass und die Gewalt am eigenen Körper zu spüren …


Das Jahr 1993 hingegen beginnt mit einem Knall, besser gesagt einem tödlichen Schuss, der einen betagten Mann im Rollstuhl niederstreckt. Eine alte Frau bekennt sich offen zu der Tat. Schnell stellt sich heraus, dass es sich hierbei um „La Rosita Negra“, auch bekannt unter ihrem echten Namen Alicia, handelt. Hat sie mit ihrer Tat endlich eine alte Schuld beglichen? Die eingeleiteten Ermittlungen gestalten sich schwierig …


Beim Lesen war ich immer wieder erschüttert, mit welch brutaler Gewalt und geglaubter Überlegenheit der Klan damals und vielleicht sogar noch agiert. Die Autorin zeichnet in meinen Augen in ihrem Roman, der auf realen Ereignissen basiert, ein erschreckend realistisches Bild der Rassendiskriminierung in den Südstaaten der USA im frühen 20. Jahrhundert. Trotz des schwierigen Themas habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt. Mir hat das Buch sehr zugesagt und somit vergebe ich sehr gerne sonnige fünf „Sunshine Sterne“.


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