Konnte mich nicht ganz überzeugen ...
- Isabel (engineerwife)

- vor 7 Stunden
- 1 Min. Lesezeit
Mit „The Artist“ erzählt die Autorin eine Geschichte um die junge Ettie, ihren berühmten malenden Onkel und den Journalisten Joseph Adelaide der sein Glück kaum fassen kann, in die Provence zu den beiden eingeladen worden zu sein. Eigentlich will er ja über Tartuffe schreiben, doch rasch merkt er, dass dieses Privileg an einer Kondition festgemacht ist: er soll für den Künstler Model sitzen. Während er in die Welt der Künste einzutauchen versucht, wird ihm schnell klar, dass diese schillernde Fassade auch ihre dunklen Schattenseiten hat, die ihn immer wieder aufs Neue erschrecken. Was hat es mit dieser Onkel-Nichte Konstellation auf sich? Wer wird schlussendlich als Gewinner dastehen?
Der Roman punktet mit einer stimmungsvollen Atmosphäre und einer schönen, ruhigen Sprache, die die beiden Hörbuchsprecher Lennart Hillmann und Sabrina Scherer großartig hervorheben. Besonders die Beschreibungen der Kunstwelt und die Fragen nach Inspiration, Originalität und den Machtverhältnissen zwischen Künstler und Umfeld sind interessant. Allerdings bleibt die Handlung über weite Strecken sehr langsam. Viele Szenen wirken ausgedehnt, ohne die Geschichte entscheidend voranzubringen, wodurch der Spannungsbogen häufig abflacht.
Auch die Figuren konnten mich nicht vollständig überzeugen. Obwohl sie gut gezeichnet sind, blieben sie emotional etwas auf Distanz, sodass ich nur schwer eine echte Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Das Ende greift die zentralen Themen zwar stimmig auf, hinterlässt aber insgesamt weniger Eindruck, als ich mir erhofft hatte. Somit ist es für mich schwierig, den allgemeinem Hype um das Buch nachzuvollziehen. Mir fehlten leider etwas mehr Dynamik und emotionale Tiefe, weshalb ich diesmal nur drei von fünf Sternen vergebe.











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