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Bühne frei für Biedermann und die Brandstifter ...

Autorenbild: Isabel (engineerwife)
Isabel (engineerwife)
vor 59 Minuten
2 Min. Lesezeit

Mit „Johannisfeuer“, dem dritten Band der Göttingen-Reihe von Wolf S. Dietrich, geht es für die Redakteurin Anna Lehnhoff und den Kommissar Sven Petersson wieder mitten hinein in einen spannenden und komplexen Kriminalfall.

Seit Monaten wird Göttingen von einer Serie von Bränden heimgesucht. Nach dem verheerenden Feuer, das den Nordturm der Johanniskirche zerstört hat, brennen weitere Häuser im Stadtgebiet. Als schließlich der naturwissenschaftliche Trakt des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums in Flammen aufgeht, wird im Zentrum der Brandstelle eine Leiche entdeckt. War es ein tragischer Unfall beim Umgang mit Chemikalien – oder steckt tatsächlich ein Mord dahinter?

Kriminalkommissar Sven Petersson ist überzeugt, dass der Tod kein Unfall war, und nimmt die Ermittlungen auf. Sein Verdacht richtet sich gegen einen Kollegen des Verstorbenen. Anna hingegen ist von dessen Unschuld überzeugt und beginnt – wie schon so oft - auf eigene Faust nachzuforschen. Damit geraten nicht nur die Ermittlungen auf unterschiedliche Wege, sondern auch Anna und Sven zunehmend aneinander. Und während Anna versucht, die Wahrheit herauszufinden, kommt sie einem Brandstifter gefährlich nahe, der offenbar bereits das nächste Großfeuer plant.

Besonders gut gefallen hat mir diesmal die Mischung aus dem spannenden Kriminalfall und der persönlichen Geschichte von Anna und Sven. Ihr Gefühls- und Liebesleben gerät ordentlich durcheinander und stellt ihre Beziehung auf eine harte Probe. Dadurch bekommt der Krimi neben der Spannung noch eine sehr persönliche und emotionale Ebene. So langsam wachsen mir die Beide richtig ans Herz!

Besonders mit diesem dritten Band habe ich wieder gemerkt: Dies sind Bücher, in die man wirklich eintauchen muss, herbstliche Abende auf der Couch eignen sich dafür hervorragend. Durch die verschiedenen Handlungssprünge und Perspektiven sollte man aufmerksam lesen – aber genau das macht für mich auch den Reiz aus. Wenn man sich darauf einlässt, entwickelt sich die Geschichte zu einem richtig fesselnden Gesamtbild.

Und dann dieses Ende … ein kleiner Cliffhanger sorgt dafür, dass man eigentlich sofort wissen möchte, wie es mit Anna und Sven weitergeht. Wie gut, dass der nächste Band schon bereit liegt. Aber zunächst vergebe ich auch diesmal wieder verdiente fünf Sterne verbunden mit einer Empfehlung an alle, die in der Welt der gepflegten Regionalkrimis zu Hause sind. Aber unbedingt die Reihenfolge einhalten und mit Band eins beginnen!


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