Ein Wald voller Geheimnisse und unbequemer Wahrheiten ...

Gestern habe ich „Schweigend steht der Wald“ von Wolfram Fleischhauer beendet – als Hörbuch hat mir die Geschichte richtig gut gefallen.
Im Mittelpunkt steht Anja Grimm, die als Forststudentin in die Gegend zurückkehrt, in der sie als Kind mit ihrer Familie Urlaub gemacht hat. Genau dort verschwand ihr Vater vor 20 Jahren spurlos. Als nun Xaver Leybach, den Anja noch aus ihrer Kindheit kennt, tot aufgefunden wird, beginnt sie, Fragen zu stellen und immer tiefer in die Vergangenheit der Dorfgemeinschaft einzutauchen. Unterstützung findet sie dabei unter anderem bei dem jungen Polizisten Konrad Dallmann. Doch je mehr Anja herausfindet, desto deutlicher wird, dass die Menschen vor Ort einiges lieber weiterhin im Verborgenen halten würden.
Mir hat besonders die düstere und beklemmende Atmosphäre gefallen. Der Wald wird dabei fast selbst zu einer Figur – geheimnisvoll, unheimlich und voller Spuren einer Vergangenheit, die man am liebsten begraben hätte.
Das Thema fand ich spannend, aber gleichzeitig auch erschütternd. Gerade die Verknüpfung der persönlichen Geschichte von Anja mit den Ereignissen der Vergangenheit hat mich beschäftigt und der Geschichte eine zusätzliche Tiefe gegeben.
Ein paar kleine Längen gab es für mich zwischendurch, aber insgesamt war ich gespannt, wie sich die einzelnen Puzzleteile zusammenfügen und was tatsächlich hinter dem Schweigen steckt. Von mir gibt es vier von fünf Sternen für einen atmosphärischen, spannenden und zugleich erschütternden Roman verbunden mit einer Empfehlung.











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