Zurück in die Nachwendezeit – spannend und atmosphärisch ...

Vor einigen Jahren habe ich den Vorgängerband „Rabenkinder“ gelesen, den ich einfach nur großartig und sehr beeindruckend fand. Umso schöner war es, nun in die Reihe zurückzukehren. Schnell treffe ich auf alte Bekannte und befinde mich wieder in Leipzig, kurz nach der Wende. Kommissarin Beate Vogt ermittelt im Fall einer verschwundenen Lehrerin, Ina Reinhardt. Als dann zudem noch ein bayerischer Immobilieninvestor tot aufgefunden wird, nimmt der Fall eine weitere Wendung. Wie hängen die beiden Vorkommnisse zusammen? Gemeinsam mit dem Nürnberger Hauptkommissar Josef Almgruber versucht Beate, die Zusammenhänge aufzudecken. Dabei spielen die Folgen der Wiedervereinigung, Wohnungsverlust, Hausbesetzung, Arbeitslosigkeit und die Ängste der Menschen eine wichtige Rolle.
Grit Poppe verbindet den spannenden Kriminalfall geschickt mit den gesellschaftlichen Umbrüchen jener Zeit. Besonders gut hat mir die Atmosphäre im Leipzig der Nachwendezeit gefallen. Die Unsicherheit, die Konflikte und die enttäuschten Hoffnungen werden überzeugend eingefangen und bilden einen gelungenen Hintergrund für die Handlung. Ganz an die beeindruckende Wirkung von „Rabenkinder“ konnte dieser Band für mich zwar nicht anknüpfen, dennoch habe ich die Rückkehr zu den bekannten Figuren sehr genossen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann ein Wiedersehen mit Beate Vogt und ihren Kollegen? Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn Grit Poppe die Reihe fortsetzt und wäre natürlich wieder mit dabei!Mein Fazit: Ein spannender, atmosphärischer Krimi mit historischem Tiefgang, der die Zeit nach der Wende lebendig werden lässt. Dafür vergebe ich gerne vier solide Sterne verbunden mit einer überzeugten Leseempfehlung.











Kommentare