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Zwischen Aufbruch und dunklen Geheimnissen – die Vergangenheit schlägt zurück ...

Autorenbild: Isabel (engineerwife)
Isabel (engineerwife)
vor 22 Stunden
2 Min. Lesezeit

Manchmal beendet man ein Buch und denkt einfach nur: Wow, das hat mich richtig gepackt! Genau so ging es mir mit „Rote Straße“ von Wolf S. Dietrich.

Inzwischen ist es bereits der vierte Fall mit der Redakteurin Anna Lehnhoff – und ich muss sagen: Dieser Band ist für mich bisher der spannendste der Reihe! Anna ist mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen, und auch diesmal habe ich sie sehr gerne bei ihren Recherchen begleitet. Sven Petersson ist zwar ebenfalls wieder mit von der Partie, spielt in diesem Fall allerdings nur eine kleinere Rolle.

Die Geschichte führt mich zurück ins Jahr 1968, mitten hinein in die Studentenbewegung und eine Zeit, in der junge Menschen für eine andere, freiere Gesellschaft kämpften. Im Mittelpunkt steht eine Wohngemeinschaft in der Roten Straße, in der unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen von Freiheit, Politik und Leben aufeinandertreffen. Was damals seinen Anfang nimmt, reicht viele Jahre später bis in die Gegenwart hinein.

Vierzig Jahre später gerät Professor Aschenbrandt in eine äußerst schwierige Situation. Bedrohungen, Geheimnisse und Ereignisse aus der Vergangenheit holen ihn ein. Anna beginnt nachzuforschen und stößt dabei immer tiefer in eine Geschichte hinein, in der längst nicht alles so ist, wie es zunächst scheint.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart. Die 68er-Zeit wurde für mich nicht einfach nur zum Hintergrund einer Krimihandlung, sondern richtig lebendig. Ich habe beim Lesen so viel über die damalige Bewegung und die gesellschaftlichen Veränderungen gelernt, dass ich irgendwann sogar selbst angefangen habe, im Internet weiterzulesen und zu recherchieren. 

Tatsächlich hatte ich ungefähr bei der Hälfte plötzlich eine Ahnung, wer hinter den Geschehnissen stecken könnte. Aber – und das fand ich richtig klasse – meine Vermutung hat der Spannung überhaupt keinen Abbruch getan. Im Gegenteil! Ich wollte unbedingt wissen, ob ich richtig lag, wie die einzelnen Puzzleteile zusammenpassen und was Anna am Ende herausfinden würde.

Der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss hoch und immer wieder kamen neue Fragen dazu. Ich hatte sogar mehrfach dieses typische „Ach, komm, ein Kapitel geht noch …“ Gefühl!

Dieser vierte Band war für mich hier eine richtig tolle Mischung: Spannung, interessante Charaktere und eine fesselnde Thematik, über die ich bisher viel zu wenig wusste. Für mich ist „Rote Straße“ ganz eindeutig der bisher stärkste Band der Reihe und genau dafür gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung und natürlich 5 von 5 Sternen! 


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